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felix is back.

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SLALOM-ASS FELIX NEUREUTHER ZURÜCK IN DER SPUR

Erfolgsrezept für die Weltcup-Saison 2018/2019: „Den Siegeswillen in jeden Schwung legen.“

Er ist wieder am Start. Mehr als ein Jahr lang hat Felix Neureuther an seinem Comeback gearbeitet. Nun ist der erfolgreichste deutsche Ski-Rennläufer zurück. Und will zeigen, dass er sich während seiner Verletzung nicht nur regeneriert hat – sondern dass er auch neue Wege finden konnte, um seinen großen Konkurrenten Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen die entscheidenden Hundertstel abzunehmen.

Statt um Hundertstel ging es nach dem Kreuzbandriss im November 2017 erst einmal um Monate. Wie lange hat Felix gebraucht, um sich darauf einzustellen? „Geduld ist nicht meine Stärke“, gibt er zu: „Aber du musst es sportlich nehmen und um jeden Tag fighten, den du früher am Start bist. Wenn du es schneller schaffst, als die Ärzte es vorhergesagt haben, dann ist das ein schöner Erfolg.“

„Du musst auch eine Verletzung sportlich nehmen.“

Nach der OP zählt jeder Tag

Gerade als Felix zum Slalom im finnischen Levi wieder bereit zur Attacke war, machte ihm ein unglücklicher Trainingsunfall einen Strich durch die Rechnung. Der Daumen brach, noch einmal musste das Comeback aufgeschoben werden. „Früher hätte mich das härter getroffen“, sagt Felix, der im Herbst 2017 Vater geworden ist. „Heute komme ich nach Hause und werde von einem kleinen Mädel begrüßt. Dem ist es vollkommen egal, ob der Papa Ski fährt oder nicht.“

Trotzdem gab’s natürlich nur ein Ziel: zurück auf die Piste. Werden dabei auch bei einem Daumenbruch alle Register der Medizin gezogen? Oder ist das eher bei schweren Verletzungen der Fall? „Es wird alles aufgefahren“, sagt Felix. „Bei einer Kreuzbandverletzung brauchst du Zeit. Beim Daumen zählt jeder Tag. Anfangs stehen Wundheilung und Lymphdrainagen im Fokus. Vier Tage nach der OP wird bereits mit Stoßwellentherapie gearbeitet, damit der Knochen so schnell wie möglich zusammenwächst.“

„Es gibt immer wieder Momente, die etwas in dir auslösen.“

Neue Wege für neue Siege

Felix hat seine Verletzungspause intensiv genutzt, um seinen Fahrstil noch einmal zu verbessern: „Wenn du dir eine ganze Saison am Bildschirm ansiehst, dann kann das durchaus inspirierend sein“, so der Mannschafts-Weltmeister von 2005. „An Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen konnte man sehen, dass sie ihren Siegeswillen in jeden Schwung legen. Ich habe viel mit meinen Trainern gesprochen und daran gearbeitet, meine Linienführung zu optimieren.“
Kann man denn eine über Jahre antrainierte Fahrweise so einfach ändern? „Genau das ist die Chance, die sich aus einer längeren Pause ergeben kann! Gewohnte Bewegungsabläufe haben über einen längeren Zeitraum nicht stattgefunden. Das eröffnet dir die Möglichkeit, alte Fehler abzustellen und den Körper von Grund auf neu zu justieren. In einer Karriere gibt es immer wieder Momente, die etwas in dir auslösen und dich nach vorne bringen. Auch dann, wenn du mal verletzt bist.“

„Wer mehr dafür tut, hat die Hundertstel auf seiner Seite.“


Bruchteile einer Sekunde

Felix Neureuther hat 13 Weltcup-Rennen gewonnen, 34-mal wurde er Zweiter oder Dritter. Dabei waren es immer wieder Hundertstel, die über Sieg oder eben ‚nur’ Podest entschieden. Gehen einem diese winzigen Unterschiede nicht manchmal auf die Nerven? So wie 2014 in Schladming, als Felix die Kristall-Kugel für den Sieg des Slalom-Weltcups wegen einer einzigen Hundertstel verpasste?

„Natürlich kann so eine Hundertstel schon mal wehtun! Aber ganz ehrlich: Heute ist das gar nicht mehr so wichtig. Wegen dieser Hundertstel bin ich kein anderer Mensch. Du musst es akzeptieren, der andere war eben besser. Hundertstel sind gleichzeitig Fluch und Segen, in erster Linie allerdings gerecht! Und wer mehr dafür tut, der wird am Ende die Hundertstel auch auf seiner Seite haben.“

„Es geht darum, was du für andere bewirkt hast.“

Felix Neureuther über Alberto Tomba, seine Karriere und die Zukunft

Felix, das Schicksal hat dir den Jahrhundertläufer Marcel Hirscher als Konkurrenten beschert. Hat er dich maßgeblich gepusht? Oder wär’s dir ohne Marcel doch lieber gewesen?
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich gegen ihn fahren konnte. Ohne ihn hätte ich niemals mein heutiges Niveau erreicht. Außerdem hätte ich doch nur schneller Ski fahren müssen, um ihn öfter zu schlagen. Wenn du schneller als Marcel warst, dann weißt du jedenfalls, dass du den Sieg wirklich verdient hast.

Du bist mit 13 Weltcup-Siegen der erfolgreichste deutsche Skirennläufer. Zufrieden mit dem Erreichten? Oder hungrig auf mehr?
Meine 13 Weltcup-Siege sind jetzt auch nicht so das Brett. Viele Fahrer haben mehr erreicht. Ich hätte mehr gewinnen müssen, das weiß ich auch. Aber ich bin dennoch zufrieden. Nach wie vor lebe ich meinen Traum des Profi-Skifahrers. Davon träumen viele. Außerdem ist die Anzahl der Siege nicht entscheidend. In 20 oder 30 Jahren werde ich mich nicht als geiler Typ fühlen, weil ich eine bestimmte Anzahl an Rennen gewonnen habe.

Worauf kommt es an?
Es geht um besondere Momente. Das sehe ich an meinen Eltern. Wenn die sich mit Kollegen von früher treffen, ist vollkommen egal, wer was gewonnen hat. Alle sind gleich. Sie sind ehemalige Skifahrer, die wegen ihrer Geschichten von damals vor Lachen unter dem Tisch liegen.

Das Ende deiner Karriere wird kommen. Wo wirst du dann an den Start gehen?
Mir ist meine Stiftung sehr wichtig, mit der ich Kinder zu mehr Bewegung animieren möchte. Als Sportler kannst du nicht nur viel für dich erreichen, sondern auch für andere. Es geht nicht um Weltcup-Siege. Es geht um das, was du für andere bewirkt hast.

So wie Alberto Tomba viel bei dir bewirkt hat?
Er war mein großes Idol, hat mir viel Motivation und Energie geschenkt.

Und einmal angeblich einen Kaugummi, den du gar nicht mehr hergeben wolltest ...
Das war im Auto meines Vaters, der Alberto zum Flughafen gefahren hat. Ich war ein kleiner Junge, konnte nur Deutsch, aber wir haben uns trotzdem verstanden. Die ganze Fahrt über hat er Blödsinn gemacht, es war so lustig. Am Ende hat er mir dann diesen Kaugummi geschenkt. Alberto Tomba war mein Hero. Durch ihn weiß ich, wie wichtig es ist, dass Kinder Vorbilder haben, um sich selbst große Ziele zu setzen – und diese eines Tages zu erreichen.

Das ist Felix Neureuther

Felix Neureuther wurde am 26. März 1984 in München geboren. Der Sohn der beiden früheren deutschen Ski-Rennläufer Rosi Mittermaier und Christian Neureuther holte im Dezember 2003 mit einem 8. Rang beim Slalom von Madonna di Campiglio seine ersten Weltcup-Punkte. 2005 gewann er bei der WM in Bormio Mannschafts-Gold, von 2013 bis 2017 einmal WM-Silber und zweimal WM-Bronze im Slalom; 47-mal stand er in einem Weltcup-Rennen auf dem Podium, feierte 13 Siege. Felix Neureuther ist verheiratet mit der Biathletin Miriam Neureuther (geb. Gössner), im Oktober 2017 kam ihre gemeinsame Tochter zur Welt.

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Felix Neureuthers Ausrüstung

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uvex downhill 2000 VFM white
uvex downhill 2000 FM chrome yellow-chrome
uvex downhill 2000 VP X black mat